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Agenda 2010

Die ganze Richtung stimmt nicht!

Als PDS unterstützen wir aktiv den Widerstand der Gewerkschaften gegen die Agenda 2010. Hier ist nicht mit einzelnen Korrekturen etwas zu verändern, die ganze Richtung dieses Politikkonzepts ist falsch !

Deshalb muss der Widerstand vor und nach dem SPD-Parteitag gegen den von Schröder verschärften Sozialabbau, der die CDU/FDP noch ermuntert weitergehende Forderungen zu stellen, in der Öffentlichkeit und auf der Strasse weitergehen!

Gemeinsam in Bewegung: links gehen, rechts stehen! (PDS Plakat)Mit der Agenda 2010 werden nicht etwa unausweichliche Reformen beschrieben oder gar ein Ausweg aus der Massenarbeitslosigkeit gezeigt, sondern die Folgen einer verfehlten Politik auf Arbeitslose und Beschäftigte sowie auf Kranke und Rentner abgewälzt. Es ist ein Programm des Verzichts und der sozialen Grausamkeiten, das nicht einmal die Probleme der aktuellen Krise löst, sondern das eine der Ursachen weiter verstärkt, weil die Binnenkonjunktur weiter gedrosselt wird. Unter dem Vorwand, für mehr Wachstum zu sorgen, wird lediglich die seit langem bestehende Wunschliste der Arbeitgeberverbände zum Abbau des Sozialstaates abgearbeitet.

Für eine andere Reformlogik:

Auch wir wissen, dass die Kosten der Arbeitslosigkeit die öffentlichen Haushalte austrocknen und die bisherige Beschäftigungspolitik versagt hat. Doch die Ursachen sind nicht bei den Lohnersatzleistungen für die Arbeitslosen oder gar bei deren Arbeitsunwilligkeit zu suchen, sondern beim Verzicht auf eine aktive Beschäftigungspolitik, die Ablehnung kürzerer Arbeitszeiten sowie den Rückgang von Binnennachfrage und öffentlicher Investitionstätigkeit.

Auch uns ist bekannt, dass die staatliche Neuverschuldung das Maastrichter Stabilitätskriterium übersteigen wird. Doch erstens ist der europäische Stabilitätspakt kein Dogma, zweitens sind Schulden sinnvoll, wenn sie die Wirtschaftstätigkeit beleben und drittens ist die Notlage der öffentlichen Haushalte hauptsächlich das Ergebnis einer verfehlten Steuerreform.

Auch wir leugnen nicht, dass Arbeitslosen- und Krankenversicherung sowie die Rentenkassen unter wachsenden Ausgaben leiden, doch sie haben in erster Linie ein Einnahmeproblem, das durch eine gänzlich andere Reformlogik überwunden werden muss.

Auch wir wissen, dass die Ausgaben des Gesundheitssystems auf den Prüfstand gehören, nicht aber die gesundheitliche Versorgung der Versicherten. Die Bundesregierung muss den Mut aufbringen, sich mit den Nutznießern der Kostensteigerungen anzulegen, statt bei den Kranken zu sparen.

Mit diesen Positionen steht die PDS an der Seite der Gewerkschaften, während alle im Bundestag mit Fraktionen vertretenen Parteien mehr oder minder scharf einheitlich auf Sozialabbau und die Beseitigung sozialer Rechte setzen. Notwendig wäre also auch im politischen und parlamentarischen Raum solche Positionen zur Unterstützung der Gewerkschaften zu haben.

 

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